"Die Tiere sind unruhig, die Kinder nervös, der Himmel ist fleckig, die Wolken monströs." (Kante, Die Tiere sind unruhig)
Vielleicht etwas übertrieben, aber irgendwas lag heute einfach in der Luft. Das Schwanken zwischen Müdigkeit und Aufgekratztsein; der Wechsel von blendendem Sonnenschein und kaltem Herbstregen; viel zu viel Leute, die heute aus den unterschiedlichsten Gründen in der Galerie vorbeigeschaut haben; Agnieszka, die ständig ihren schmerzenden Kopf in den Händen verbarg; Ewa, die mich mit ihrem aufgekratzten Lachen ganz verrückt gemacht hat; Marczin heute friedlich wie ein Lamm; Woijtek, der die ganze Zeit glückselig auf den Nici-Beany-Panther geschaut hat, den Marczin ihm aus unerfindlichen Gründen in die Hand gedrückt hatte; der seltsame Mann in schwarzem Mantel und Zylinder, der zweimal an der Galerie vorbeigelaufen ist. Und der Clown, der uns in der Galerie besucht hat, der Clown, der auch schon in Leipzig und Dresden gespielt hat, der Clown mit dem rot-karrierten Jacket, dem rot-gestreiften Pullover, der roten Hose, den rot-blonden Locken und der roten Neurotikerbrille.
Nein, es hätte mich nicht gewundert, wenn Eisbären in unserem Innenhof spazieren gegangen wären.
Mittwoch, 31. Oktober 2007
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1 Kommentar:
Hach Mensch, wo ich gerade die ersten Zeilen lese, muss doch glatt mal die gute Platte wieder auflegen :)
Ansonsten klingt dein Tag ja doch recht eigenartig, vor allem, dass ein Clown bei euch vorbeischaut ;)
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