Samstag, 29. September 2007

Urlaub für die Seele und Danzigs Grünau

Heute habe ich Urlaub gemacht.
Bis jetzt habe ich in diesem Blog noch nicht viel gutes an Elodie gelassen, was zugegeben nicht ganz fair ist. Und eins ist an ihr wirklich prima: Sie holt mich aus der Wohnung raus.
Per SKM (ein klappriger S-Bahn-Verschnitt) sind wir in den Stadtteil Gdansk Oliwa gefahren, haben uns dort auf eine Parkbank gehockt, bis wir vom Herbstwind so durchgefröstelt waren, dass auch die müden Sonnenstrahlen nicht mehr viel ausrichten konnten. Dann weiter zum Strand, barfuss durch den Sand, das Meerwasser umspült die Füße, der Wind pustet den Kopf klar. Hinterher eine Heiße Schokolade in einem Café mit Meerblick und ohne Charme. Wahrscheinlich war das genau das Programm, das ich heut gebraucht hab. Es war ein bisschen wie Urlaub für die Seele.
Auf dem elend langen Weg zurück vom Strand zur nächsten SKM - Haltestelle sind wir durch den wunderschönen Stadteil Gdansk Przymorze gelaufen. Ich glaube dieser Stadtteil unterscheidet sich von Leipzig Grünau nur dadurch, dass er größer ist. Ein anrührendes Bild fand ich aber auch in dieser tristen Gegend: An der schmalen Seite eines überdimensionalen Wohnblocks aus längst vergangenen Zeiten hat jemand einen winzigen Garten angelegt, mit niedrigem Zaun und bunten Blümchen - ein Fleckchen Hoffnung im grau der Blocks, so schien es. Auf einem Balkon hingen Pilze zum trocknen auf der Leine.

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